Fasching und seine Bräuche |
Jan
26
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Jedes Jahr am elften November beginnt das närrische Treiben, welches auf der ganzen Welt, zwar nicht zu den gleichen Zeiten, aber zu den gleichen Ausmaßen überall seine Anhänger findet. Genau so vertreten ist aber auch die Menge der Faschingsmuffel, die mit all dem nichts anfangen können, und deshalb die Teilnahme an den Veranstaltungen verweigern. Vor allem für Kinder ist es Jahr für Jahr ein Spektakel, auf welches sie sich sehr freuen. Begeistert werden Pläne geschmiedet, wie man sich verkleidet, auf welche Kinderfaschingsfeiern man geht, und mit welchen Ausrüstungen man sich eindecken muss. Eine Pistole mit Platzpatronen, die man im Faschingszubehör kaufen kann, muss in den meisten Fällen beim Kostüm für Jungs dabei sein; auch manche Mädchen wollten darauf nicht verzichten. Selbstverständlich kann ohne Konfetti oder Luftschlangen keine Faschingsgaudi veranstaltet werden.
Bei toller Musik, die für die nötige ausgelassene Stimmung sorgt, werden dann allerlei Spiele veranstaltet, die allesamt durch die lustigen Clownsmasken, engelsgleichen Prinzessinnen Kostüme und viele andere Verkleidungen gekrönt werden. Auch beim Kinderfasching gibt es eine Maskenprämierung. Die Eltern knipsen stolz unzählige Fotos, um möglichst viele Momentaufnahmen zu sammeln. Diese Fotos werden in Fotoalben oder Rahmen gesammelt. Auch für ganze Fotobücher kommen sie in Frage. Wenn die Kinder einmal selbst erwachsen sind, und eigene Kinder haben, werden sie denen diese Bücher zeigen, um zu beweisen, dass auch der Papa mal ein Cowboy war, und die Mama eine Hexe, die sich durchaus sehen lassen konnte.
Auch für Erwachsene gibt es Bälle mit Maskenprämierung, Tanz und viel Vergnügen. Ob ein Ball in edlem Schwarz-Weiß, mit Maskenzwang oder eine einfache zwanglose Faschingsgaudi: Hier wird gefeiert, bis der Morgen graut. Faschingskrapfen werden verspeist, die einen mit Marmelade, so mancher aber auch mit Senf gefüllt, und auch der Alkohol ist durchaus vertreten. Beim Faschingsumzug zeigen die Vereine im Ort, was sie können, und nehmen die Politik auf die Schippe. Nicht jeder Umzug erreicht die Qualität, wie die großen in Mainz und Köln, aber immerhin bewegt sich etwas im Ort.
Bis zum späten Faschingsdienstag geht das muntere Treiben. Um Null Uhr, am Faschingsdienstag wird vielerorts der Fasching eingegraben, bevor die Musik das Spielen aufhört und der Aschermittwoch das närrische Unterfangen beendet. Nun werden die Kostüme eingemottet, bis sie einmal wieder benötigt werden. Ob man im nächsten Jahr nochmal das gleiche Kostüm anziehen kann, oder sich dann wieder ein neues besorgen muss, liegt an der Intension, mit der der Faschingsfan im Karneval aktiv ist. Tatsache ist, dass es die Jecken, Narren und wie sie alle heißen, in jedem Jahr wieder auf die Straße und in die Ballsäle treiben wird.
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